Kaokoland

Der Verein „Projekt Kaokland e.V.“ wurde 1996 von einem Schweizer Ehepaar gegründet, das vor nunmehr 20 Jahren seinen Wohnsitz nach Namibia verlagert hat und seitdem sein Leben dem Kaokoland widmet. Bei der Entwicklungshilfe geht es in erster Linie um die Grundversorgung und Bildung der Himba-Kinder. Der Verein hat bereits zahlreiche Ziele verwirklichen können, u. a. den Bau einer Schule mit angrenzendem Hostel sowie die Einführung spezieller Förderprogramme für sehr begabte und ehrgeizige Schüler. Gisela und Andreas Horn, die Initiatoren des Projektes, haben sich darüber hinaus auch um sämtliche bürokratische Angelegenheiten gekümmert und setzen sich regelmäßig mit den namibianischen Behörden auseinander. Die meisten staatlichen Förderungen oder Zuschüsse werden nur unter bestimmten Bedingungen, seien es Baumaßnahmen oder ein gewisses Startkapital, genehmigt und so ist der Verein Kaokoland auf Spenden und Hilfeleistungen vor Ort angewiesen. Die teils schwache oder gar fehlende Infrastruktur vor Ort erschwert oftmals die Umsetzung der Vereinsziele und erfordert flexibles Handeln von allen Beteiligten.

Danke

„Hallo Ihr Lieben! Wie schon geschrieben, aber immer und immer wieder angesprochen, von ganzem Herzen Dank im Namen der Kinder! Ihr macht mit Eurer Unterstützung den Schulbetrieb hier möglich! Über 800 Kinder können dadurch lernen und brauchen keinen Hunger zu leiden!“

Bildung

Grundstein für die weitere Entwicklung und den Fortschritt im Kaokoland ist die Bildung der Kinder. Der Ausbau von Schulen ist elementar wichtig, doch Förderungen vom Staat werden nur erbracht, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Sanitäranlagen, Hostels für die Kinder, die einen zu langen Anfahrtsweg haben, Betreuerzimmer – all dies muss gebaut und eingerichtet werden. Nur dann werden die Schulen vom Staat mit Verpflegung versorgt und nur dann ist effektives Lernen möglich. Hier sind nicht nur Geldspenden gefragt, sondern auch die Arbeit und das Know-How vor Ort.

Besonders begabte und ehrgeizige Kinder müssen gefördert werden. Dies ist überall auf der Welt so und soll auch im Kaokoland so gehandhabt werden. Ein schönes Beispiel hierfür ist das Zembamädchen Ngehupe. Sie ist durch ihren besonderen Fleiß aufgefallen und besucht inzwischen die Martin-Luther-Highschool, an der sie ihr deutsches Abitur machen kann. Um die deutsche Kultur und Lebensweise etwas besser kennenzulernen durfte sie uns in Deutschland sogar schon einen Besuch abstatten und verbesserte nebenbei in ihrer Gastfamilie ihre Deutschkenntnisse. Nach der Schule möchte Sie Lehrerin werden und sich für den Fortschritt im Kaokoland einsetzen.

Ernährung

Das immer wiederkehrende Thema im Kaokoveld ist die Unterernährung der einheimischen Bevölkerung, speziell der Kinder. Mit einer Suppenlüche für 40 Kinder haben die Initiatoren des Projektes angefangen, inzwischen sind sie für die Verpflegung von rund 600 Kindern zuständig. Der Platz zum Eigenanbau ist da, jedoch fehlt das Wissen unter der Bevölkerung. Mit der Zeit wurde ein großer Garten angelegt, in dem verschiedenste Gemüsesorten angepflanzt wurden. Doch ohne Wasser auch kein Anbau. Der erste Brunnen ist bereits versandet und der sehnsüchtig erwartete Regen lässt auf sich warten.

Landwirtschaft

Die nächste Einkaufsmöglichkeit befindet sich 1000 km weit entfernt. Der Platz zum Eigenanbau im Kaokoland ist da, jedoch fehlt das Wissen unter der Bevölkerung. Mit der Zeit wurde ein großer Garten angelegt, in dem verschiedenste Gemüsesorten angepflanzt wurden. Doch ohne Wasser auch kein Anbau. Der erste Brunnen ist bereits versandet und der sehnsüchtig erwartete Regen lässt auf sich warten. Auch artgerechte Tierhaltung und kontrollierte Züchtung sind wichtige Faktoren, die das Überleben der Bevölkerung sichern können.

Bewahrung von Traditionen

Wie führt man Fortschritt ein ohne mit Tradition zu brechen? Ein sehr wichtiges Thema, gerade im Kakoveld. Denn die fortschrittliche Entwicklung findet erst seit einigen Jahren statt. Ältere Generationen, insbesondere die Elterngeneration der eigentlich schulpflichtigen Kinder wurde noch nicht mit diesem Gedanken erzogen. Manche Familien verstoßen ihre Kinder, wenn diese zur Schule gehen wollen. Schließlich können sie sich dann nicht mehr um das familieneigene Vieh kümmern. Dabei ist es natürlich enorm wichtig, dass zukünftige Generationen sowohl Fortschritt als auch Traditionen wahren, damit sie sich irgendwann eigenständig um die Entwicklung in ihrer Heimat kümmern können.